passt scho`!

Auch wenn nicht gleich alles passte – das Wetter nämlich stellte Mensch und Tier die ersten zwei Tage auf eine harte Probe und verlangte allen viel Disziplin ab. Seit 120 Jahren Wetteraufzeichnung war es die größte Niederschlagsmenge in Tirol, die je gemessen wurde.

So sprach Johannes Schweisgut, Präsident der Welt Haflinger Vereinigung, denn auch in einem Resümee von „Schwimmpferden“, die aber schließlich noch zu „Sonnen-Pferden“ wurden.

Heftiger Dauerregen zu Beginn erschwerte Ausstellern, Pferden, Richtern, kurzum allen Beteiligten, einen geregelten Tagesablauf. Aber dann kam die Sonne durch und machte mit Kaiserwetter am Fuße des Kaisergebirges für die nächsten Tage allen Beschwerlichkeiten ein Ende.

Auf der größten Pferdezuchtschau der Welt feierte die internationale Haflinger-Familie aus 17 Nationen mit 700 Haflinger Pferden, darunter über 100 Hengste, ihre 5. Haflinger Weltausstellung seit dem Beginn 1990. Die züchterische Leistung ist dokumentiert darin, dass nur Stutenfamilien und Hengstnachzuchtsammlungen gemeldet werden können.
Aus Australien waren eigens Besucher angereist, um teilzunehmen auch ohne ihre Pferde, um selber dabei zu sein und miterleben zu können.

350 Pferde aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Polen, Schweden, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, USA und Österreich wurden pro Tag auf 5 Ringen, nebeneinander gegenüber dem riesigen Pferdezelt sowie in der Fohlenhof-Arena, von einem internationalen Richtergremium beurteilt. Jedem Ring gehörten 3 unabhängige Richter an. Es wurden so viele 1A-Prämiierungen vergeben wie noch nie; ein Indiz dafür, dass die Qualitätsdichte und Verbesserung gegenüber 2005 weiter gestiegen ist.

Wie Johannes Schweisgut außerdem resümierte, sind 700 Pferde als absolute Obergrenze für eine solche Veranstaltung zu betrachten.

Allgemein gespannt sah man der Körung des Welt-Siegerhengstes sowie der Welt-Siegerstute entgegen. Die „Überraschung“ war fast zu erwarten: Mit oder trotz seiner 15 Jahre steht „Abendstern“ da wie ein Denkmal, Prototyp des originalen Haflinger Hengstes schlechthin. Ihm ist der Hattrick vergönnt, 3 mal hintereinander, also über 10 Jahre hinweg, sich durchzusetzen mit Schönheit und Eleganz.

Welt-Siegerstute ist die 5jährige Alexandria v. Nordtirol der Familie Berchtold aus Innsbruck. Ausführliche Berichte über die Klassifizierung unter www.haflinger-tirol.com

Eine internationale Agentur hat Übertragungsrechte an 400 Fernsehanstalten vergeben. In ca. 2 Wochen können die verschiedenen Sendezeiten bekanntgegeben werden.

Unsere deutschen Züchterfreunde waren mit 30 Haflinger Pferden gemeldet. Dank und Anerkennung gilt allen Beschickern, die die Mühen und Kosten dieser Reise nicht gescheut haben. Belohnt wird der Einsatz mit internationaler Anerkennung und Reputation. Die Auszeichnung, ein eigenes Pferd auf der Haflinger Weltausstellung inmitten der Weltelite vorgestellt und mit einem 1A oder 1B-Preis nach Hause zu kommen, ist besonderer Züchterstolz.

 

Das waren unsere deutschen Teilnehmer, die teilweise in beiden Organisationen, in der WHV sowie im OHD gleichzeitig, als Mitglied vertreten sind:

  • Blick, Mosbruch
  • Enzinger, Anger
  • Herrmann, Karlsbad
  • Heym, Wuppertal
  • Hillebrand, Menden
  • Hinz, Ruppichteroth
  • Kälberer, Hattenhofen
  • Kreikenbohm, Padenstedt
  • Kremser, Westendorf
  • Kühner, Buchen-Bödigheim
  • Kurz, Weiden
  • Lehner, Bayerbach
  • Lipp, Hopferau
  • Pabst, Fischbachtal
  • Schwarz, Offenberg
  • Wagner, Raubling
  • Watanabe, Karlsbad

Die Schau ist zu Ende. In 5 Jahren - 2015 - ist turnusgemäß eine neue Haflinger Weltausstellung angesetzt; Zeit genug darüber nachzudenken daran teilnehmen zu wollen und seine Zucht dahingehend zu planen und auszurichten.

Die Reinzucht des Haflinger Pferdes, die schon jetzt weltweit dominiert, prägt die Zukunft noch bestimmter und nachhaltiger.

 

 

OHD und WHV waren als Repräsentanten des originalen Haflinger Pferdes für Deutschland mit einem eigenen Stand im Messezelt auf der Haflinger Welt Ausstellung am Fohlenhof Ebbs 5 Tage lang vertreten.

Überwältigend war das von allen Seiten entgegengebrachte Interesse und erstaunlich der große Bekanntheitsgrad unserer beiden Reinzucht-Organisationen, nicht nur bei unseren nächsten Anrainerstaaten sondern auch im weiteren europäischen Ausland und in Übersee. Die Tage waren ausgefüllt mit Gesprächen, Verabredungen und Aufnahmen neuer Mitglieder sowohl aus Deutschland wie auch aus Italien, Süd-Tirol, der Schweiz oder Tschechien. „Solidarität“ lautete das Motto zum Eintritt in den OHD oder WHV; war es nun Norbert Rier, der mit seinem Hengst Amsterdam auf unserem Stand erschien, Sepp Waldner aus Süd-Tirol mit seinem Schweizer Freund Peter Zimmermann, Luisa Schenk von der Seiseralm oder Katerina Kunstova aus Tschechien, um nur einige hier zu nennen.

Unsere Boxbeutel-Weinflaschen mit Frankenwein warben mit dem markanten OHD-Haflinger-Emblen genauso wirkungsvoll wie unsere Ansteck-Button, die PVC-Aufkleber oder die Riesenposter mit Hengstmotiven vom Pony-Park Padenstedt.

Gelungen, und unserer Einladung zum Deutsch-Tiroler Stammtischabend gerne gefolgt, war unser traditionelles Mitglieder- und Freundeskreis-Treffen im Weinstadl in Eichelwang am Freitagabend, dem 4. Juni. Sei es die Ebbser Verbandskörung im Frühjahr oder die Fohlen-Auktion im Herbst eines jeden Jahres, das Weinstadl-Treffen gehört dazu.

Mit einer ganzen Palette von Bildern können wir einen kleinen Eindruck geben von unseren Messetagen. Viel Vergnügen bei der Betrachtung.

 

  • Ebbs 2010 002
  • Ebbs 2010 008
  • Ebbs 2010 022
  • Ebbs 2010 034
  • Ebbs 2010 045
  • Ebbs 2010 060
  • Ebbs 2010 063
  • Ebbs 2010 087
  • Ebbs 2010 089
  • Ebbs 2010 092
  • Ebbs 2010 103
  • Ebbs 2010 117
  • Ebbs 2010 119
  • Ebbs 2010 121
  • Ebbs 2010 124
  • Ebbs 2010 128
  • Ebbs 2010 133
  • Ebbs 2010 137
  • Ebbs 2010 146
  • Ebbs 2010 149
  • Ebbs 2010 165
  • Ebbs 2010 166

Original Haflinger Pferde Deutschland (OHD) e.V.

1. Vorsitzender: Karl-Heinz Arens

 

Webmaster